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November 8, 2020

Neulich, in der Breaklounge

Peter nimmt den zweiten Schluck Kaffee und betrachtet sein Spiegelbild, das ihm schweigend aus seinem Monitor entgegenblickt. Die letzte Stunde war es nicht gerade redselig gewesen. Dabei hätte Peter gerne jemanden zum Reden gehabt, um sich einen Reim aus der E-Mail zu machen, die er heute früh geöffnet und gelesen hat.

Der Projektmanager arbeitet wie viele seiner Kollegen häufig im Homeoffice. Er schätzt die Flexibilität, den Tagesablauf nach seinen Vorstellungen planen zu können. Die Ruhe, die es ihm ermöglicht, konzentriert zu arbeiten. Und die Zeit, die er nutzen kann, weil er sie nicht im Auto auf dem Weg zur Arbeit verbringt.

 

Andererseits gibt es Momente wie diesen: einfach frustrierend, weil er eine Entscheidung nicht versteht und nicht nachvollziehen kann.

 

Während sein Spiegelbild weiter schweigt, erscheint mit einem leisen Klingelton eine Nachricht auf seinem Smartphone. “Lust auf einen Kaffee?”

 

Peter lächelt. Erhard, sein Kollege, mit dem er schon so manche Stunde über Projektplänen gebrütet hat, weiß vielleicht mehr.

 

Wissen austauchen und Zusammanhänge verstehen

Keine Frage. Natürlich nimmt Peter die Einladung an und trifft Erhard einen Klick später in der Lobby von Breaklounge. Breaklounge, das ist die App, die es den zwei Kollegen ermöglicht, sich wie in der Kaffeeküche ungezwungen miteinander auszutauschen.

 

“Dir kann ich’s ja sagen. Die Sache mit dem neuen Projekt. Eigentlich dachte ich, dass wir das ganz anders angehen.”

 

“Das kann ich mir denken”, antwortet Erhard. “Normalerweise würden wir uns auch an den Standardprozess halten. Aber der Kunde hat uns informiert, dass eine wichtige Kontaktperson krankheitsbedingt längere Zeit ausfällt.”

 

“Ach, das wusste ich nicht.” Peter spricht im Stehen, weil er es mit dem Smartphone so gewohnt ist und dabei ein paar Schritte gehen kann. Das ist noch so eine Schwäche des Homeoffice: Er sitzt zu lange auf seinem Schreibtischstuhl und vermisst die regelmäßige Bewegung, für die der Weg in die Kaffeeküche gesorgt hat.

 

“Deshalb haben wir neu priorisiert”, erklärt Erhard weiter. “Wir gehen jetzt einen anderen Weg. Das birgt zwar gewisse Risiken, ist aber alles mit dem Kunden abgesprochen.”

 

Ein Gespräch mit ganz besonderem Zauber

Peter nickt zustimmend. “Jetzt verstehe ich das Ganze. Du, da passt vielleicht eine Idee ganz gut, die mir bei einem anderen Kunden eingefallen ist. Lass’ uns doch morgen mal darüber quatschen. Ich such’ schnell die Unterlagen und Notizen zusammen. Ich kann mir vorstellen, dass uns das hier auch weiterhelfen kann.”

 

Unverhofft kommt oft, denkt sich Peter, während er nach seinem Gespräch mit Erhard zurück an seinen Schreibtisch geht. Dem persönlichen, informellen Gespräch wohnt eben ein ganz besonderer Zauber inne. Die Kaffeeküche ist ein wahrhaft magischer Ort, an dem Menschen Wissen austauschen, Zusammenhänge verstehen – und Zusammenarbeit entsteht.